Floris Motorrad-Tour quer durch Deutschland
Dauer der Tour 7 Tage, Gesamt Km 1557.
Mit dem Autozug sind wir von München Ostbahnhof nach Hamburg-Altona gefahren. Kosten 198€ für 2 Personen (4 Belegung) mit kleinem Frühstück - aus der Tüte. Und unsere Suzuki.
Die Fahrt dauerte ca. 10 Stunden von 21:45Uhr bis 07:15Uhr.
In Hamburg angekommen mussten wir noch ein bischen warten, bis wir unsere Suzuki wieder haben konnten.
Danach ging es in Richtung Lübeck über Mölln und Ratzeburg alles nur Landstrassen. Gegen 12:00Uhr waren wir dann in Lübeck.
Wir fuhren kreuz und quer durch die Stadt und versuchten eine günstige Herberge für 3 Nächte zu finden. Das aber gestaltete sich schwieriger als ich dachte.
Erst gegen 14:00Uhr konnten wir ein Hotel finden, das nur 59€ für eine Übernachtung mit Frühstück verlangte. Wir gingen sofort Duschen und anschließend fuhren wir mit dem Bus in die Stadt
So schlenderten wir durch die kleinen und großen Gassen der Stadt. Lübeck ist eine schöne alte Stadt. Doch wie wir bei einer Bootsfahrt erfuhren, ist sie im Krieg fast vollkommen zerstört worden.
Wie ihr sehen könnt, ist das Wetter auch nicht besonders. Es hat zwar nicht geregnet, aber es war sehr windig und kühl.
Auf diese Weise haben wir einiges über Lübeck in Erfahrung gebracht.
Tag 2: Mit dem Bus sind wir nach Travemünde gefahren und haben uns den ganzen Tag dort rumgetrieben.
Wir besuchten Sandworld und den Windjammer 'Passat'.
Nach einem Rundgang um Travemünde ging es mit einer Fähre über die Trave nach Sandworld. Sandworld wurde von vielen Künstlern vollkommen aus
Sand, Wasser und einer Eiweißschicht angefertigt. Die Skulpturen stellen Märchen und Sagen aus verschiedenen Ländern der Welt dar.
Wie z.B. Der gestiefelte Kater, Ali Baba und die 40 Räuber, Die sieben Geißlein und noch einige mehr. Es war sehr imposant.
Die Eiweißschicht dient quasi als Schutz vor Regen. Das was den Skulpturen gefährlich werden kann, sind Hagel und Sturm.
Die Passat ist eine Viermast-Stahlbark. Sie wurde 1959 von der Stadt Travemünde vor dem Abwracken bewahrt und steht heute im Hafen zu Besichtigung.
Sie ist das Wahrzeichen von Travemünde. Heute kann sie jeder gegen eine Gebühr von etwa 6,50€ besichtigen.
Ich hörte, wie ein älterer Mann einem Kind die Frage stellte: Warum hatt das Schiff 2 Steuerräder?
Die Antwort habe ich nicht abgewartet. Erst als wir mit unserer Besichtigung fertig waren, ging ich zu dem Herrn hin und fragte ihn weshalb.
Er sagte: Ein Auto hat doch auch zwei Bremsen. Ich war ein bisschen verdutzt was haben die Bremsen des Autos mit dem Steuerrad zu tun.
Die Antwort liess nicht lange auf sich warten.
Nun, wenn ein Steuerrad ausfallen sollte, was schon vorgekommen sein soll, dann konnte man mit dem anderen dennoch das Schiff manövrieren.
Hinterher war alles klar, obwohl ein Auto auch keine 2 Lenkräder besitzt. Aber die Bremsen am Schiff funktionieren auch nicht so richig. Hahaha!
Tag 3: 9:00Uhr Abfahrt mit dem Zug nach Hamburg.
Vom Bahnhof zur Speicherstadt sind es nur 25 Min. zu Fuß. Also gingen wir los und wir mussten nur einmal fragen wo es lang geht.
Aaahh welch ein Anblick. Das ist eine Stadt die sich Großstadt nennen darf (schon allein wegen der Preise). Es waren viele Menschen unterwegs, es war ja auch schönes Wetter.
Nach einem ausgiebigen Spaziergang setzten wir uns in ein Boot (Barkasse) und genossen die Rundfahrt mit Erklärungen zur Stadt.
Auch hier gibt es einen Windjammer den man besichtigen kann.
Nach der Rundfahrt mit dem Schiff gingen wir in die Speicherstadt wo die größte Modelleisenbahn der Welt steht. Die wollte ich unbedingt sehen. Nach einer guten halben Stunde Anstellen zahlten wir 18 € Eintritt.
Wir wurden auch gefragt wo wir herkommen und ob wir schon einmal hier waren. Ich war ein bischen erbost über das lange Anstehen und über den hohen Eintrittspreis. Ich sagt
etwas erzürnt dass wir noch nicht hier waren und es war das Erste und auch das Letzte mal. Leider war es viel zu voll, man konnte kaum richtig herangehen und die Landschaften zu beäugen.
Man wurde nur hin und her gedrängt. Für mich ist so etwas der blanke Horror. Zu guter Letzt konnte ich dann doch noch ein paar Aufnahmen mit der Kamera machen.
Gegen 20:05Uhr fuhren wir mit dem Zug wieder zurück nach Lübeck.
Tag 4: Etwa um 10:00Uhr ging es in Richtung Ratzeburg, Mölln und weiter nach Lüneburg. Auf der Bundesstrasse 4 sind wir bis Melbeck, dann auf die Staatsstrasse 18 bis wir wieder
auf die Bundesstrasse 71 kamen. Die fuhren wir bis kurz vor Munster. Hier ging es auf die Staatsstrasse 11 durch Hermannsburg und den Naturpark Südheide. In Celle angekommen fuhren wir
auf der Bundesstrasse 214 bis kurz nach Bröckeldorf. Hier sind wir auf die Staatsstrasse 444 abgebogen, die vorbei an Edemissen nach Peine geht.
In Peine haben wir uns erst einmal verköstigt und so ca. 1 Stunde später ging es weiter auf die Staatsstrasse 494 die wir kurz vor Hohenhameln verliesen und auf die Staatsstrasse 444 abbogen.
So ging es recht gut zu fahren kamen einigermaßen gut vom Fleck. Abends gegen 18:30Uhr kamen wir in Osterode an im Ortsteil Freiheit haben wir den eine kleine Pension gefunden, die uns noch haben wollte.
Am nächsten Tag hat es leider unaufhörlich geregnet. Wir beschloßen, noch zu warten bis es aufhört zu regnen. Nachmittags um 14:00Uhr schien es dann tatsächlich aufzuhören.
Wir fuhren los in Richtung Herberg. Von hier auf der Bundesstrasse 27 bis Göttingen. Leider hat es 10 Min. nachdem wir losgefahren sind schon wieder
angefangen zu regnen. In Göttingen haben wir uns bei Meggi (McDonalds) einen schönen heißen Cappuccino reingezogen. Obwohl es regnete fuhren wir weiter, noch etwa 40km dann hatte ich kein Lust mehr.
In einem Gasthof in Groß Scheen haben wir uns es dann gemütlich gemacht. Alle Klamotten zum Trocknen ins Bad gehängt. Meine Stiefel musste ich mit Zeitungspapier ausstopfen um sie trocken zu kiegen.
Tag 5: Das Wetter hatte sich beruhigt es war sogar zeitweise angenehm warm. Nun ging es weiter auf der Bundesstrasse 27 bis Eschwede und weiter nach Bad Hersfeld.
Dann weiter auf die Bundesstrasse 27 bis Bad Soden-Salmünster.
Hier durchquerten wir den Naturpark Hessische Spessart bis wir in Lohr a. Main ankamen. Wir fuhren weiter auf der Staatsstrasse 276 bis Markt Heidenfeld, wo wir das folgende Foto gemacht haben.
Weiter ging die Fahrt durch Wertheim, Tauberbischofsheim, Bad Mergentheim, Weikersheim, Creglingen (Bild unten) und Rothenburg o. d. Tauber wo wir zum letzten mal genächtigt haben.
Im Hotel fanden wir auch gleich ein Zimmer, das uns 69€ gekostet hat. Wir gingen gleich duschen und dann haben wir uns noch die Stadt angesehen. Eine echt schöne alte Stadt die, wie wir vom Nachtwächter
erfahren haben, weder durch Krieg noch durch andere Kathastrophen beschädigt wurde. Der Nachtwächter geht hier mit Gruppen von Touristen in der Stadt umher und erklärte, wie die Menschen zur damaligen Zeit gelebt haben.
Foto von einer der Schutzmauern gemacht, die man begehen kann. So schön hat sich der Tag verabschiedet.
Tag 6: Das Wetter war stark bewölkt und etwas frisch. Weiter ging die Fahrt in Richtung Herrieden nach Feuchtwangen auf die Bundesstrasse 25 über Nördlingen, Donauwörth und Augsburg.
Hier fuhren wir auf der Schnellstrasse 17 bis Landsberg am Lech. Noch einmal getankt und es begann zu regnen. Weiter ging es in Richtung Dießen am Ammersee. Es wurde immer unangenehmer zu fahren.
Meine Handschuhe waren nass und meine Stiefel liefen schon über. Langsam bekam ich kalte Füße. In Bad Tölz habe ich mich dann der nassen Socken entledigt und mir 2 paar trockene übergezogen, dann ging es wieder.
Weiter ging es nach Miesbach und Irschenberg. Ich habe mich dann entschlossen, die letzten 45km auf der Autobahn bis zur Ausfahrt Bernau zu fahren. Von hier waren es nur mehr 13km nach Hause.
Endlich - alle nassen Klamotten ausgezogen und unter die warme Dusche. Anschließend einen heißen Kaffee und uns ging es wieder gut. Daheim ist es doch am schönsten.
Fazit der Deutschland-Reise: Bringe viel Geld mit, denn Deutschland ist ein teueres Pflaster. Für die 6 Tage haben wir beide 1200€ auf den Kopf gestellt und haben uns doch nichts besonderes geleistet.
Ein zweites mal würde ich das nicht mehr machen.
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